Wie können wir Plastikmüll reduzieren?

Rund 140 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmt bereits heute in unseren Weltmeeren – das entspricht ungefähr einer Fläche von der Größe Mitteleuropas. Prognosen zufolge könnte bereits 2050 mehr Plastikmüll als Fische in unseren Weltmeeren vorhanden sein.

Daher gilt es jetzt zu handeln und in Europa für innovative und umweltfreundliche Alternativen von Plastik zu werben. Für mich ist dabei insbesondere wichtig, dass wir unseren Umgang mit Kunststoff ändern und vor allem weniger Einwegplastik nutzen. Dennoch sollten wir hier nicht über das Ziel hinausschießen.

Die Europäische Kommission hat bei Strandzählungen festgestellt, dass Einweg-Plastikprodukte ca. 70 % des Mülls in den Weltmeeren ausmachen. Sie hat daher zu Beginn des Jahres vorgeschlagen, Produkte wie Wattestäbchen, Plastikgeschirr und Strohhalme gänzlich zu verbieten. Hier müssen wir sicherstellen, dass wir nicht über das Ziel hinausschießen.

Es gilt den Verbraucher besser zu informieren und dabei zum Beispiel auf neue Kennzeichnungspflichten zur richtigen Entsorgung sowie auf angepasste Produktanforderungen und Aufklärung zu setzen.

Auch gemäßigte Reduktionsziele können helfen, dass der Umgang mit Plastik sich ändert und weniger Einwegplastik genutzt wird. Zudem gibt dies den Unternehmen Zeit, innovative und umweltfreundliche Alternativen sowie recycelbare Produkte auf den Markt zu bringen.