24. November 2022

Schutz von Nutztieren vor Wölfen

Die EVP-Fraktion hatte es monatelang gefordert. In dieser Woche stand die Wolfsproblematik nun erstmals auf der Tagesordnung des Europäischen Parlaments. Die Kommission war eingeladen, sich zu diesem Thema zu erklären.

Die Wolfspopulation ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Trotzdem genießt der Wolf EU-weit einen strengen Schutzstatus, so dass ein echtes Bestandsmanagement kaum möglich ist. Das hat massive Schäden für unsere heimische Landwirtschaft und den ländlichen Raum zur Folge.

Aus diesem Grund hat das Europäische Parlament in dieser Woche erstmals überhaupt über konkrete Schritte zum Schutz der heimischen Nutztierhaltung gegen den Wolf abgestimmt. In einer gemeinsamen Entschließung aller Fraktionen haben wir die Kommission aufgefordert, zum Schutz der Landwirtschaft den Erhaltungszustand des Wolfes kontinuierlich zu überwachen und gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die Möglichkeit finanzieller Hilfen zu prüfen.

Besonders freut mich, dass die EVP-Fraktion ein Kernanliegen durchsetzen konnte: Die Kommission soll den Schutzstatus herabstufen können, sobald die Wolfspopulation einen günstigen Erhaltungszustand erreicht hat. Damit würde in Zukunft ein echtes Bestandsmanagement möglich. 

Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum unsere SPD-Kollegen diese Forderung nicht unterstützt haben. Das ist vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Herausforderungen vor denen unsere niedersächsischen Viehhalter stehen eine wirkliche Enttäuschung. Die Kollegen haben dem ländlichen Raum einen Bärendienst erwiesen.

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© Jens Gieseke

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