Neues EU-Gesundheitsprogramm EU4Health

In dieser Woche hat das Europäische Parlament das aufgewertete Gesundheitsprogramm der EU, das EU4Health-Programm, verabschiedet – ein großer Erfolg der EVP. Denn ursprünglich wollte die EU-Kommission kein eigenständiges Gesundheitsprogramm auf EU-Ebene mehr auflegen.

Erst die Corona-Pandemie führte zum notwendigen Kurswechsel. Entstanden ist das bisher umfangreichste EU-Gesundheitsprogramm: Zwischen 2021 und 2027 stehen insgesamt 5,1 Milliarden Euro für Gesundheit zur Verfügung, um u.a. die grenzüberschreitende Krisenprävention und die Überwachung von schweren Gesundheitsrisiken zu verbessern, die Digitalisierung der Gesundheitssysteme zu beschleunigen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Risikogruppen zu verbessern.
 
Die Coronakrise hat noch einmal verdeutlich, dass gerade die gesundheitspolitische Zusammenarbeit in Europa besser werden muss. EU4Health wird seinen Teil dazu beitragen. Klar ist aber auch: Es muss noch umfangreiche Weiterentwicklungen der EU-Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich geben. Viele gute Vorschläge dafür, wie beispielsweise die Einrichtung einer europäischen Version der amerikanischen biomedizinischen Forschungsstelle BARDA, liegen bereits auf dem Tisch. Die EVP-Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass aus der Pandemie die richtigen Schlüsse gezogen werden.