Wohlergehen von Hunden und Katzen

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 558 zu 35 Stimmen gab das Parlament am Dienstag grünes Licht für die ersten EU-Standards für die Zucht, Unterbringung, Rückverfolgbarkeit, Einfuhr und den Umgang mit Katzen und Hunden. Der angenommene Gesetzestext sieht unter anderem verpflichtende Registrierungsvorgaben, neue Regeln für die Einfuhr von Tieren sowie Verbote bestimmter Zuchtmethoden und Praktiken vor. Gleichzeitig wurden Übergangsfristen und Ausnahmen eingeführt, um die Auswirkungen auf private Halter und kleinere Akteure zu begrenzen.
In den vergangenen Jahren ist der Markt für Hunde und Katzen in Europa stetig gewachsen. Parallel dazu hat sich auch der illegale Handel mit Tieren verbreitet. Zu viele Tiere werden unter schlechten Bedingungen gezüchtet und ohne ausreichende Kontrolle verkauft. Das ist ein Problem für Verbraucherinnen und Verbraucher, schränkt faire Handelsbedingungen und den Tierschutz ein.
Deshalb braucht es klare europäische Mindeststandards für die Haltung und den Verkauf von Tieren. Zwar gibt es bereits heute in vielen EU-Mitgliedstaaten Kennzeichnungs-pflichten, aber die Systeme sind nicht miteinander vernetzt. Genau diese Lücke nutzen illegale Händler aus. Daher brauchen wir mehr Transparenz, um den Tierschutz zu stärken und illegale Strukturen im Binnenmarkt zurückzudrängen. Als EVP-Fraktion haben wir uns dabei für Verhältnismäßigkeit eingesetzt, damit verantwortungsvolle Halterinnen und Halter oder kleinere Betriebe nicht unnötig belastet werden.




