Videokonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB

Meppen/Sögel. 19 von 20 Corona-Patienten werden in Arztpraxen und nicht im Krankenhaus behandelt. Das schilderte der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Videokonferenz auf Einladung der CDU im Emsland. Er betonte damit auch die Bedeutung einer starken Versorgung in der Fläche. „Wir merken in der Krise, welchen enormen Beitrag das gesamte medizinische Personal leistet.“

50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Politik, darunter die Landrat Marc-André Burgdorf, die Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Albert Stegemann sowie der Landtagsabgeordnete Christian Fühner hatten sich zur Online-Schalte eingefunden. Diese war bereits der dritte Teil einer Serie politischer Gespräche, wie der CDU-Emslandvorsitzende Jens Gieseke mitteilte. Nach Wirtschaftsminister Althusmann und Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast stand jetzt das Thema Gesundheit auf der Taqesordnung: „Die ärztliche Versorgung ist für uns Christdemokraten im Emsland ein zentrales Thema. Wir sind in vielen Bereichen gut aufgestellt. Wir wollen aber auch, dass das so bleibt.“

Spahn ging mit deutlichen Worten auf das Thema Corona ein. Erneut stellte er klar, dass es keine Impfpflicht geben werde: „Die Impfung wird freiwillig sein. Ich bin aber optimistisch, dass sehr viele davon Gebrauch machen.“ Er mahnte alle, in dieser besonderen Zeit gesprächsfähig zu bleiben: „Das Ziel muss sein, dass der Intensivpatient, der Busunternehmer und der Gastronom auch nach Monaten der Krise miteinander sprechen können.“ Die Pandemie mute allen Bürgerinnen und Bürgern viel zu: „Aber wir kommen gut durch diese Zeit, wenn wir in der Gesellschaft zusammenhalten und nicht jeder in seiner eigenen WhatsApp-Welt lebt.“

In die Diskussion schaltete sich auch Johanna Hilgen ein. Die Frerenerin ist Beraterin für Gesundheitswirtschaft bei einem der großen deutschen Beratungsunternehmen. „Viele machen sich Sorgen, ob kleinere Krankenhausstandorte wie Thuine, Sögel oder Haselünne eine Zukunft haben.“ Gesundheitsminister Spahn stellte klar: „Wir haben eher in den Ballungszentren zu viele Krankenhäuser als auf dem Land.“ Für Spahn ist aber auch klar: „Nähe kann nicht das einzige Kriterium sein. Es geht auch um die Qualität der Versorgung.“

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