„Es gibt kaum ein Thema, bei dem Europa nicht mitspielt“

Europaabgeordneter Jens Gieseke im Gespräch mit Politik und Verwaltung der Stadt Melle.
Aus Anlass des Besuchs des Europaabgeordneten Jens Gieseke in der Stadt Melle hat jetzt im Sitzungssaal des historischen Rathauses am Markt in Melle-Mitte ein informeller Ausrausch stattgefunden, an dem neben dem Parlamentarier auch Bürgermeister Reinhard Scholz, die Verwaltungsausschussmitglieder Bernd Gieshoidt, Siegfried Göhner und Wilhelm Hunting sowie der Erste Stadtrat Andreas Dreier und Wirtschaftsförderer Hartwig Grobe teilnahmen.
„Wir freuen uns, dass Jens Gieseke trotz der Größe seines Wahlkreises und seiner zahlreichen Verpflichtungen in Brüssel und Straßburg Präsenz in der Region zeigt“, sagte Bürgermeister Reinhard Scholz in seiner Begrüßungsansprache. Für eine Stadt wie Melle sei es wichtig, über gute Beziehungen zu den heimischen Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordneten zu verfügen, um die Kommune auch mit Unterstützung dieser Parlamentarier weiter nach vorn zu bringen.
In heutiger Zeit, so Scholz, gebe es „kaum ein Thema, bei dem Europa nicht mitspielt“. Vor diesem Hintergrund sei es gut, richtig und wichtig, Kontakte mit Politikern wie Jens Gieseke zu pflegen und weiter auszubauen.
Zu den Themen, die während des gut einstündigen Gesprächs behandelt wurden, zählten unter anderem die Situation der Landwirtschaft im ländlichen Raum unter dem Einfluss der Europäischen Union, der Fachkräftemangel in Handwerk und Industrie sowie die Breitbandversorgung.
Dass in der kleinen Runde auch die aktuelle Finanzkrise zur Sprache kam, versteht sich von selbst. Gieseke brachte dabei Verständnis für die Position von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ausdruck, Griechenland in der Währungsunion zu halten. Ein Grexit, so der Parlamentarier, sei keine Lösung. Denn auch nach einem Ausstieg Griechenlands aus der Währungsunion „steht Europa weiterhin in der Pflicht“. Sollte es zu einem Ausschluss der Griechen aus der Währungsunion und einer Rückkehr zur Drachme kommen, sei das Land auf finanzielle Hilfe aus der Europäischen Union angewiesen. „Wir werden das griechische Volk nicht aufgeben können und dürfen“, so Jens Gieseke. „Zahlen müssen wir so oder so.“
Quelle: Stadt Melle




