Praktikum im Europa- und Wahlkreisbüro

Die Studentin Carina Baltz hat in meinem Europa- und Wahlkreisbüro in Papenburg sechs Monate lang ein Praktikum absolviert. Im Interview schildert sie einige ihrer Erfahrungen.

Carina, was denkst Du jetzt nach sechs Monaten Praktikum über die Arbeit des Europa-Politikers Jens Gieseke?

(lacht) Dass Politiker auf jeden Fall mehr um die Ohren haben, als man als Außenstehender denkt. Man sieht sie ja oft nur von irgendwelchen Plakaten herunterlachen oder bei öffentlichen Veranstaltungen im Blitzlichtgewitter. Das erscheint dem Betrachter als ein recht „lockeres“ Leben. Als ich dann aber mitbekommen habe, dass sogar die freie Zeit von Herrn Gieseke auf das genaueste im Terminkalender getaktet ist, wurden mir doch die Augen für das wirkliche Arbeitspensum eines Europa-Abgeordneten und seiner Mitarbeiter geöffnet.

Das hört sich ja sehr ernüchternd an. Wie genau sieht denn dieses „wirkliche Arbeitspensum“ aus? 

Puh, wo fange ich da am besten an? (lacht) Grundsätzlich ist es ja so, dass ein Europa-Abgeordneter das administrative Tagesgeschäft um ihn herum kaum allein bewältigen könnte. Da ist nämlich nicht nur die politische Arbeit in Brüssel, sondern auch der westniedersächsische Wahlkreis, der von Jens Gieseke betreut wird. Die Mitarbeiter in Brüssel unterstützen Herrn Gieseke deshalb bei der Hintergrundarbeit für die Ausschüsse und Arbeitsgruppen, die unter der Woche stattfinden. Um auch für die Menschen in Niedersachsen als Ansprechpartner da zu sein, ist Herr Gieseke dann am Wochenende auf Veranstaltungen im Wahlkreis. Das Büro in Papenburg unterstützt ihn bei der Organisation dieser Veranstaltungen und der Kommunikation seiner Standpunkte an Presse und Social Media.

Da scheint es wirklich viel zu tun zu geben. Erzähl‘ doch noch ein bisschen mehr von Deinen Aufgaben im Wahlkreisbüro.

Ich hatte im Europa- und Wahlkreisbüro in Papenburg tatsächlich immer viel zu tun, mehr als anfangs von mir erwartet. Da warten viele Bürgeranfragen zu europäischen Themen, mit denen die Menschen im Alltag in Berührung kommen. Unternehmen, Organisationen oder Entscheidungsträger vor Ort haben Fragen und Forderungen. Das können niedersächsische Lebensmittelproduzenten sein, die durch  deutsche Gesetzgebung im Wettbewerb mit den niederländischen Nachbarn benachteiligt werden und hier um Klärung bitten oder Organisationen, die für international durchgeführte Projekte Unterstützung benötigen. Wir kümmern uns dann mit Jens Gieseke um diese Anliegen. Man kann sagen, dass das Büro dafür sorgt, dass an der Schnittstelle zu Europa alles reibungslos funktioniert. Und das macht schon Spaß.

Gibt es etwas, das Dir dort am meisten zugesagt hat?

Was mir am meisten gefallen hat, ist die Vielfalt der Aufgaben. Ich habe ständig neue Dinge bearbeitet und die Menschen und die Region einfach sehr gut kennengelernt. Außerdem war die Zusammenarbeit mit Herrn Gieseke und den Mitarbeitern in Papenburg und Brüssel immer sehr angenehm. Es ist ein gutes Umfeld, um Neues zu lernen und Verantwortung zu übernehmen. Alle haben mich immer unterstützt, wenn ich Fragen hatte und wir haben auch viel zusammen gelacht.

Wie geht es jetzt für Dich weiter?

Das Praktikum war für mich eine gute Möglichkeit, um in der Zeit zwischen Bachelor und Master erste Berufserfahrungen zu sammeln. Im September beginnt mein Master im Fach „European Studies“. Ich denke, dass mir die Einblicke, die ich im Praktikum über Europa und die lokalpolitische Arbeit eines Europa-Abgeordneten erhalten habe, hier sicher zu Gute kommen werden.

Vielen Dank für das Interview, Carina.

Gern geschehen.