„Nach der Wahl ist vor der Wahl“

Aus Sicht der Grafschafter CDU läuft zurzeit alles rund. Das machten Kreisvorsitzender Reinhold Hilbers und seine Stellvertreterin, Charlotte Ruschulte, während des Kreisparteitags in Schüttorf deutlich. Sie stellten Weichen für den Europawahlkampf.

Schüttorf. Landtagswahl und Bundestagswahl sind vorbei, die Europawahl steht für den 25. Mai 2014 im Kalender. Gleichzeitig werden in drei Grafschafter Kommunen, in Wietmarschen, Neuenhaus und Bad Bentheim, die hauptamtlichen Bürgermeister zur Wahl gestellt. Der Lohner Hilbers hatte im Rahmen der Landtagswahl 2013 den Wahlkreis Grafschaft Bentheim (ohne Schüttorf) direkt gewonnen (52,7 Prozent der Erststimmen). Bei der Bundestagswahl brachte es Albert Stegemann aus Ringe in der Grafschaft auf 53,05 Prozent. Auch er zog direkt in den Bundestag ein. Jens Gieseke aus Sögel hofft nun auf ebenso breite Unterstützung in der Grafschaft Bentheim. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, scherzte der 42-jährige Jurist, der zurzeit als Leiter des Brüsseler Verbindungsbüros des deutschen Flughafenverbands ADV (German Airports Association) in Brüssel arbeitet. Über seine Arbeit hat er ein Grafschafter Thema bereits hautnah miterlebt. Er erklärte in seinem Grußwort auf dem Kreisparteitag: „Ich kann die Bedenken gegen die Reaktivierung des Flughafens Twente verstehen.“ Aus seiner Sicht werde sich der geplante Flughafen wirtschaftlich nicht rentieren.

Für Jens Gieseke ist die Europakrise noch nicht bewältigt. Deutschland stelle den Wirtschaftsmotor Europas dar. Das Emsland und die Grafschaft seien Vorzeigelandkreise in Deutschland. Als Beispiel nannte Gieseke innovationsfreudige Unternehmen wie Enercon. Vor gut 25 Jahren für sein Sechs-Meter-Windrad in Sögel belächelt habe der Auricher Windkraftanlagenhersteller heute mehr als 600 Vollzeitmitarbeiter weltweit.

Gieseke kündigte an, sich auf der CDU-Bezirkskonferenz am 30. November um den 4. Listenplatz zu bewerben. Platz 1 bis 3 seien „gesetzt“ mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten David McAllister, Burkhard Balz aus Stadthagen „und einer Frau“. Dahinter wolle er seinen Namen sehen und ebenfalls ins Europaparlament einziehen, so Gieseke…[mehr]

Quelle: Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG – Artikel von Irene Schmidt