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30. September 2025

Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau, besucht das Europäische Parlament

Am Dienstag hielt die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, eine eindringliche Rede im Europäischen Parlament in Straßburg. Im Mittelpunkt stand die bevorstehende Parlamentswahl in Moldau am 28. September, die laut Sandu über die Zukunft des Landes entscheiden wird: Zwischen einem pro-europäischen Kurs oder einer Rückkehr unter russischen Einfluss.

Präsidentin Sandu bezeichnete die kommenden Wahlen als „die wichtigsten in der Geschichte Moldaus“. Sie warnte davor, dass Russland versuche, das Land durch Desinformation, Wahlmanipulation und illegale Finanzierung zu destabilisieren. „Moldau ist nicht nur ein geopolitisches Schlachtfeld, sondern auch ein Test für die Entschlossenheit Europas, seine Werte zu verteidigen“, so Sandu.

Sandu appellierte an die EU, Moldau in dieser kritischen Phase zu unterstützen. Sie forderte konkrete Maßnahmen, um die Resilienz des Landes gegenüber russischen Einflussversuchen zu stärken. „Ohne die EU bleibt Moldau in der Vergangenheit stecken“, betonte sie und unterstrich die Bedeutung einer klaren europäischen Perspektive für die Zukunft des Landes. Die Republik Moldau ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat.

Die Rede von Präsidentin Sandu fand breite Zustimmung im Europäischen Parlament. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und weitere EU-Vertreter versicherten Moldau ihre Unterstützung auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft. Eine entsprechende Resolution zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit Moldaus wurde am Mittwoch von einer Mehrheit des Parlaments, unter anderem der CDU/CSU, angenommen.

Als EU-Abgeordneter und überzeugter Demokrat ist es mir ein wichtiges Anliegen das Moldau stark, stabil und demokratisch bleibt. Russische Einflussnahme und Erpressung darf nicht diesen wichtigen Nachbarn der EU gefährden.