Jens Gieseke besucht Landvolk Emsland

Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Europäisches Parlament. Aus diesem Grund hat die Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e.V. Herrn Jens Gieseke, den Kandidaten der Christdemokraten, in der vergangenen Woche zu einem Hofpraktikum auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit anschließendem Austausch eingeladen.

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Familie Behnen in Groß Berßen erhielt Jens Gieseke Einblicke in die moderne Milchviehhaltung. Im Melkstand legte er auch selbst Hand an: Er reinigte den Melkstand, um diesen für den nächsten Durchgang vorzubereiten. Heinz Behnen schilderte die Entstehung und Entwicklung seines Betriebes bei einem Betriebsrundgang.
Im Anschluss an das Hofpraktikum tauschten sich das Emsländische Landvolk und Jens Gieseke über EU-politische Themen innerhalb des Agrarbereiches aus. Besonders auf der Zunge brannte den Landwirts-Vertretern die geplante Verschärfung der Düngeverordnung. “Wir brauchen praxisnahe Lösungen für die Landwirte. Die pauschale Reduzierung der Düngemenge um 20% in nitratbelasteten Gebieten ist eine Abkehr von der Fachlichkeit”, so Georg Meiners, Präsident des Emsländischen Landvolkes. Jens Gieseke hält den Aktionismus, der in der aktuellen Verschärfungsdebatte zum Ausdruck kommt, für falsch. “Wichtig für die Europäische Kommission ist aber, dass aus den deutschen Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft ein einheitliches Signal kommt”, so der Parlamentarier. Dann sei man sicher auch in der Kommission gesprächsbereit. Gieseke, der im April eindringlich EU-Kommissar Vella zu einer sachgerechten Lösung aufgefordert hatte, fordert, von pauschalen Kürzungen Abstand zu nehmen. Weitere Signale erwarte er von einem gemeinsamen Gespräch der deutschen Ministerinnen  Schulze und Klöckner mit der EU-Kommission. Zusätzlich sollen die Landwirte Beratung erfahren, anstelle von zusätzlichen Regularien und Verpflichtungen. “Ich möchte die Strukturen für die Familienbetriebe erhalten. Wir wissen, dass jedes Wachstum irgendwo auch Grenzen hat. Die Familienbetriebe müssen dennoch Möglichkeiten zur Entwicklung haben. “Das gilt es zu vereinen”, beschreibt Gieseke den Zielkonflikt, indem sich viele Familienbetriebe heutzutage befinden. Besonders das fehlende Verständnis für die Landwirtschaft innerhalb der Bevölkerung mache vielen Berufskollegen zu schaffen, berichtet Landwirt Behnen. Auch die Bürokratie und Anzahl an Verordnungen, die von den Landwirten umgesetzt werden müssten, lassen viele Landwirte resignieren. “Wir zerbrechen an den Verordnungen”, schildert Rudolf Aalderink, Landwirt aus der Grafschaft Bentheim. Um die Landwirtschaft in der Region zu sichern und die Landwirtschaft für die Zukunft planungssicher aufzustellen plant Gieseke einen runden Tisch, an dem alle Beteiligten zusammenkommen und gemeinsam Lösungen finden. Gemeinsam an einer Antwort arbeiten, wie qualitatives Wachstum in der Landwirtschaft erreicht werden kann, mit dem sich Landwirte und Bevölkerung gleichermaßen identifizieren können.