Europaparlament fordert Aktionsprogramm für Abbiegeassistenten

Jedes Jahr verlieren auf Europas Straßen etwa 22 700 Menschen ihr Leben. Zu Viele, sagt das europäische Parlament und hat in einer Resolution Empfehlungen für die nächsten Schritte auf dem Weg zur „Vision Null Straßenverkehrstote“ veröffentlicht. Das Ziel: Bis 2050 soll es keine Verkehrstoten mehr im Straßenverkehr geben.

Jens Gieseke (CDU), verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Gruppe im europäischen Parlament, lenkt den Blick bei diesem Vorhaben insbesondere auf Unfälle zwischen LKW und ungeschützten Verkehrsteilnehmern: „Durch einen flächendeckenden Einsatz von Abbiegeassistenten wären tödliche Unfälle besser vermeidbar.“

Bisher soll der Einbau von Abbiegeassistenten aber erst ab 2022 für neue LKW-Typen und ab 2024 für alle neuen LKW verpflichtend werden. Für Gieseke ist das nicht genug: Er will, dass Logistikbranche und Politik noch ambitionierter sind. Außerdem will er auch die Bestandsflotte erreichen. „Viele deutsche Spediteure sind im Rahmen der „Aktion Abbiegeassistenz“ mit gutem Beispiel vorangegangen. Ein Mehr an Straßensicherheit können wir aber nur erreichen, wenn auch alle Speditionen hier mitziehen. Daher bin ich froh, dass das europäische Parlament auf meinen Vorschlag hin die Einrichtung eines europäischen Aktionsprogrammes für Abbiegeassistenzsysteme und damit finanzielle Unterstützung für den Einbau solcher Systemen in Neu- und Bestandsfahrzeuge fordert. Der Spielball liegt nun bei der Kommission, diesen Vorschlag aufzunehmen und umzusetzen.“

Details finden sich hier: https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-9-2021-0407_DE.pdf