Europäisches Forschungszentrum für die Hyperloop-Technologie in Lathen

„Die Teststrecke in Lathen ist hervorragend geeignet für ein europäisches Forschungszentrum für die Hyperloop-Technologie.“ Das sagt der emsländische Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU) im Anschluss an eine Konferenz zur europäischen Hyperloop-Technologie. Organisiert wurde sie von der Hochschule Emden/Leer, der Universität Oldenburg, dem Institut für Hyperloop Technologien und dem Niedersächsischen Wissenschaftsministerium.

Jens Gieseke zeigte sich begeistert von der Hyperloop-Technologie: „Die Forschung zu Hyperloops in Europa nimmt an Fahrt auf. Hyperloops ermöglichen nachhaltiges Reisen und können zu einer Alternative für Kurzstreckenflüge werden. Langfristig sollten wir deshalb an einem europäischen Hyperloop-Netz arbeiten.“

Die erste Konferenz zur Hyperloop-Technologie konzentrierte sich auf die Entwicklung einer groß angelegten Forschungsinfrastruktur zur Förderung der Hyperloop-Technologie und ihrer Realisierung. Dabei fiel der Fokus auch immer wieder auf die 32km lange Transrapid-Teststrecke in Lathen (Emsland). Bisher gibt es noch keine Strecke, auf der Kurvenfahrten, Spurwechsel und Zwischenhalte erprobt werden können. Für Gieseke ist Lathen daher bestens für die Ansiedlung eines europäischen Testzentrums für Hyperloops geeignet. „Bei der Konferenz waren alle europäischen Akteure versammelt. Und alle zeigten Interesse an einer solchen Teststrecke. Die EU sollte die Forschung in diesem Bereich unterstützen. Als Europäisches Parlament haben wir uns erst kürzlich dafür ausgesprochen, innovative und nachhaltige Mobilitätslösungen zu fördern. Explizit auch Magnetschwebebahnsysteme.“

Hintergrund:

Die Konferenz wurde vom niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Anschließend wurden in verschiedenen Vorträgen die Standpunkte von Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre beleuchtet. Außerdem stellten verschiedene Unternehmen ihre Ansätze für ein Hyperloop-System vor und gaben Einblicke in den derzeitigen Entwicklungsstand. An der Konferenz nahmen über 250 Teilnehmer aus der ganzen Welt teil.