27. August 2022

Europäische Kommission zur ASP

Emsbüren. Wie lange die Überwachungszone um den ASP-Ausbruch in Emsbüren aufrechterhalten soll, wird derzeit zwischen Hannover, Berlin und Brüssel diskutiert. Auf Einladung von Albert Stegemann und Jens Gieseke stellte die Europäische Kommission sich nun im Emsbürener Rathaus den Fragen und Appellen der hiesigen Politik.

Die Vertreter des örtlichen Landvolks sowie Landräte, Veterinäramter und das Landwirtschaftsministerium konnten dort den zuständigen Fachreferenten für Tierseuchen aus der Brüsseler Generaldirektion Gesundheit, Dr. Moritz Klemm, begrüßen.

In deutlichen Worten schilderten Landwirt Hermann Hermeling sowie sein Grafschafter Kollege Rudolf Aalderink die Not der Betriebe: „Viele wissen nicht mehr weiter. Woche für Woche steigt die Zahl überschwerer Tiere. Und es gibt zu wenig Schlachthöfe, die Kapazitäten anbieten.“ Er appellierte dringend an die Kommission, die Frist zu verkürzen. Sowohl die Landwirte als auch die Behörden schilderten im Verlauf die umfangreichen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Dazu zählen zahlreiche Beprobungen, aber auch eine genaue Überwachung des Wildbestandes. Zur Suche von Tieren wurden dabei auch Drohnen eingesetzt.

Der Europaabgeordnete Gieseke dankte der Brüsseler Generaldirektion für den Besuch vor Ort: „Es ist richtig, dass Sie sich heute hier ein Bild machen und mit den Akteuren sprechen. Sie sehen, dass hier vorbildlich und nach höchsten Standards vorgegangen wird.“ Für die Verkürzung der Frist auf zwei Monate, also bis Anfang September, warb auch der Landtagsabgeordnete Christian Fühner: „Das wäre sachgerecht und würde unseren Landwirten sehr helfen.“ Fühner schlug einen Kompromiss vor, nach dem man die Verkürzung mit einem engen Monitoring in der Region verbinden könne. „Die Landwirte wollen ihren Beitrag zu einer effektiven Seuchenbekämpfung leisten.“

Gieseke erwartet, dass die Kommission den Antrag nun zeitnah bewertet. Da die ursprüngliche Frist zunächst bei 100 Tagen lag, sieht er eine Verkürzung auf drei Monate als realistisch an. „Jeder Tag hilft, aber wir müssen weiter für eine noch kürzere Frist werben.“ Das Gespräch sei dazu ein guter Auftakt gewesen.

Foto (Büro Gieseke) (v.l.): Hermann Hermeling, Dr. Michaela Timmer (emsländisches Veterinäramt), Dr. Alice Welzel (Nds. Landwirtschaftsministerium), Dr. Hermann Kramer (Grafschafter Veterinäramt), Landrat Uwe Fietzek, Dr. Moritz Klemm, Gunda Lubek (Bundesministerium für Landwirtschaft), Dr. Dirk Kleingeld (nds. Ministerium), Jens Gieseke MdEP, Christian Fühner MdL, Rudolf Aalderink, Landrat Marc-André Burgdorf, Bürgermeister Markus Silies sowie Lambert Hurink (Landvolk)

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