Durchbruch bei den europäischen Fluggastrechten

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben sich in dieser Woche auf eine Reform der europäischen Fluggastrechte geeinigt. Damit werden die Regeln für Reisende erstmals seit 2004 umfassend modernisiert und bestehende Schutzstandards gesichert. Das Parlament konnte nach 13 Jahren Verhandlung erfolgreich verhindern, dass die europäischen Passagierrechte abgeschwächt werden.
Fluggäste behalten weiterhin ihren Anspruch auf Entschädigung bei Verspätungen von mehr als drei Stunden. Gleichzeitig werden Verfahren für Erstattungen und Entschädigungszahlungen vereinfacht und beschleunigt. Fluggesellschaften werden künftig verpflichtet, Reisende klarer über ihre Rechte zu informieren und Anträge schneller zu bearbeiten. Auch Familien profitieren von den neuen Regelungen. Kinder unter 14 Jahren sollen künftig ohne zusätzliche Kosten neben ihrer Begleitperson sitzen können. Darüber hinaus werden Flugpreise transparenter dargestellt, indem die Kosten für Handgepäck bereits bei der Buchung berücksichtigt werden.
Die EVP-Fraktion hat sich in den Verhandlungen erfolgreich für einen ausgewogenen Ansatz eingesetzt, der die Interessen der Reisenden vollumfänglich schützt und zugleich praktikable Regeln für die Luftfahrtbranche schafft. Neben der Beibehaltung der bisherigen Schutzmaßnahmen machen es die neuen Vorschriften für Passagiere klarer und einfacher, ihre Rechte wahrzunehmen, und bieten den Fluggesellschaften gleichzeitig mehr Rechtssicherheit. Mit der Einigung ist es gelungen, die Rechte von Millionen Reisenden in Europa zu stärken und gleichzeitig für mehr Klarheit und Verlässlichkeit im Luftverkehr zu sorgen.




