Düngemittelkrise

Steigende Düngemittelpreise treffen unsere Landwirtinnen und Landwirte unmittelbar. Die Lebensmittelproduktion wird maßgeblich von den Düngemittelkosten beeinflusst, die infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und zuletzt auch durch die Sperrung der Straße von Hormus weiter gestiegen sind. Es braucht deshalb jetzt eine schnelle und konkrete Unterstützung.
Am Dienstag verabschiedete das Europäische Parlament Hilfsmaßnahmen für unsere Landwirtinnen und Landwirte, die von den steigenden Düngemittelkosten betroffen sind. Mit höheren Vorauszahlungen, zusätzlichen Mitteln aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und mehr Flexibilität erhalten die Betriebe die notwendige Liquidität, um die aktuelle Krise zu bewältigen. Die neuen Maßnahmen sehen finanzielle Unterstützung sowie einen schnelleren Zugang zu Direktzahlungen im Rahmen der GAP vor.
Außerdem billigte das Parlament die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Änderungen der GAP-Vorschriften im Dringlichkeitsverfahren mit einer deutlichen Mehrheit von 576 Ja-Stimmen bei 62 Gegenstimmen und 15 Enthaltungen.
Eins ist klar: Langfristig müssen wir Europas Abhängigkeit von externen Düngemittellieferanten verringern. Eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft braucht sichere Lieferketten und eine starke europäische Produktion. Nur wenn unsere Landwirtinnen und Landwirte wirtschaftlich arbeiten können, bleibt Europa auch künftig bei der Lebensmittelversorgung stark und unabhängig.




