Skip to main content
2. März 2018

Der Abgeordnete Jens Gieseke fordert ein Umdenken bei Subventionen. EU-Mittel müssen sinnvoller eingesetzt werden

Leckeres auf dem Teller: Beim traditionellen Grünkohlessen der Seniorenunion tauschten sich der Vorsitzende Johann Diekjacobs, der Europa-Abgeordnete Jens Gieseke und Landrat Friedrich Kethorn über die Zukunft Europas aus.

gn Nordhorn. „Den Krisenmodus in Europa überwinden“ – unter diesem Thema stand die Diskussion der Seniorenunion Grafschaft Bentheim anlässlich des traditionellen Grünkohlessens mit über 100 Teilnehmern. Der Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU) berichtete, wie es nach Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise und Brexit in Europa weitergehen soll.

Für Gieseke gilt es, die EU-Mittel künftig klug einzusetzen und sich auf Kernaufgaben der Union zu konzentrieren: „Durch den Austritt der Briten fehlen zwölf Milliarden Euro in der Kasse. Gleichzeitig muss die EU mehr Aufgaben übernehmen. Hierzu zählt unter anderem der wirkungsvolle Schutz der Außengrenzen.“ Für den Europaabgeordneten bedeutet das auch ein Umdenken bei Subventionen. „Die Förderung von Junglandwirten, Familienbetrieben und kleinen bis mittleren Unternehmen muss im Vordergrund stehen. Großbetriebe müssen künftig auch ohne EU-Hilfen auf eigenen Beinen stehen können“, so Gieseke.

Johann Diekjacobs (links), Jens Gieseke (Mitte), und Friedrich Kethorn (rechts). Foto: Konjer

Für den Vorsitzenden der Grafschafter Seniorenunion, Johann Diekjacobs, braucht es für die Bewältigung der Herausforderungen in Europa vor allem eine starke Bundesregierung. Er machte sich für eine Fortführung und eine rasche Einigung zur GroKo stark. Für das Mitgliedervotum der SPD zeigte er daher wenig Verständnis.

Auch wenn Europa im Krisenmodus ist, so steht die Grafschaft im europäischen Vergleich sehr gut da. Das betonte Landrat Friedrich Kethorn in seinem Grußwort. Damit die Grafschafter Unternehmen auch weiterhin wachsen können, müssen nun genügend Fachkräfte in die Region gezogen werden. Für den Landrat spielt hierbei insbesondere der Ausbau des Mobilitätsangebots eine wichtige Rolle. Gerade durch grenzüberschreitende Verbindungen könnten auch die Vorteile einer Grenzregion genutzt werden.

Quelle: Grafschafter Nachrichten