Brexit-Chaos muss verhindert werden

Eigentlich sollte Großbritannien mit dem heutigen Tag die Europäische Union verlassen. Als die Premierministerin des Vereinten Königreich, Theresa May, den Austrittsprozess aus der EU gemäß Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union am 29. März 2017 einreichte, war der Zeitplan gesetzt. Das Austrittsabkommen der EU ist allerdings bedauerlicherweise in den vergangenen Monaten bereits mehrfach im britischen Unterhaus durchgefallen.

Nun aber hat die britische Regierung um eine Verlängerung der Frist vom 29. März bis Ende Juni gebeten.  Die Staats- und Regierungschefs einigten sich jedoch in der vergangenen Woche auf eine Fristverlängerung bis zum 12. April 2019, sollte das Unterhaus den ausgehandelten Brexit-Deal noch annehmen, könnte die Frist bis zum 22. Mai verlängert werden.

Es ist nun wichtig und entscheidend, dass beide Seiten die Nerven behalten. Niemand kann ein Interesse daran haben, dass es einen britischen Austritt ohne Abkommen gibt. Denn nicht nur für Großbritannien wären die negativen Folgen für Menschen und Wirtschaft immens – auch wir als Europäische Union müssten wirtschaftliche und soziale Folgen fürchten. Daher unterstütze ich eine Fristverlängerung, um nun doch noch eine Lösung für einen geregelten Austritt Großbritanniens zu erreichen. Allerdings ist es richtig, dass die Regierungschefs nur einer kurzen Verlängerung zugestimmt haben. Denn bis zur Europawahl im Mai sollte definitiv eine Lösung gefunden werden.