Gieseke besucht VHS Meppen

Gieseke begrüßte die interkulturelle Arbeit der VHS, die vor allem im Bereich der Integrationskurse zum Ausdruck komme. „Europa ist nicht weit weg, sondern ganz nah“, so Gieseke in der Diskussionsrunde. „Die Krise in der Ukraine und entsprechende Wirtschaftssanktionen können dazu führen, dass auch unsere emsländischen Unternehmen Absatzschwierigkeiten bekommen können. Nur Europa als Einheit kann hier Lösungen finden. Die großen Aufgaben müssen in Brüssel geregelt werden“. Der Sögeler CDU-Kandidat pries Europa als einmaliges Friedensprojekt an und warb damit, nicht die scheinbar negativen Aspekte, sondern die Chancen und Errungenschaften für Europa in den Vordergrund zu stellen.

Die Frage aus dem Publikum, warum die Wähler sich für ihn entscheiden sollten, beantwortete Gieseke: „Mit meiner 13-jährigen Berufserfahrung als Rechtsanwalt in Brüssel, habe ich mich gut vernetzen können. Ich kann direkt einsteigen und brauche keine Einarbeitungszeit“. Seine Schwerpunkte sieht er in den Bereichen Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltpolitik. Aber auch für regionale Besonderheiten möchte er sich stark machen und verwies auf Beschäftigungsmöglichkeiten in der emsländischen Grenzregion für niederländische Arbeitnehmer. Thematisiert wurde auch das aktuelle Flüchtlingsdrama an der Mittelmeerküste. „Wir müssen eine europäische Lösung dafür finden, denn wir haben eine humanitäre Verpflichtung zur Hilfe“, so Gieseke.

Jens Gieseke mit den Teilnehmern der Fragestunde. Der Teilnehmerkreis, der sich vor allem aus Integrationskursteilnehmern zusammensetzte, verlieh der Diskussion ein europäisches Flair. 

5 persönliche Gründe für Europa

5 Persönliche Gründe des Kandidat der CDU-Niedersachsen für die Wahl zum Europäischen Parlament Jens Gieseke (Listenplatz 4 auf der niedersächsischen Landesliste der CDU)

Friedensprojekt

Europa ist für mich das Friedensprojekt überhaupt. Frieden ist für alle Menschen wichtig – egal ob jung oder alt. Im letzten Jahrhundert haben wir uns in 2 Weltkriegen bekämpft und es sind Millionen Europäer sinnlos gestorben. Die aktuelle Krise in der Ukraine zeigt, wie schnell dieser Frieden zwischen den Völkern gefährdet werden kann. Nur eine handlungsfähige Europäische Union kann diesen Frieden dauerhaft sichern.

Freiheit

Die Menschen haben in  Europa das Recht auf Reisefreiheit. Wir haben die Grenzen abgeschafft. Von Helsinki bis nach Sizilien können wir uns ohne Grenzkontrollen frei bewegen. Das ist auch für meine Frau und mich und unsere 3 Kinder sehr praktisch, insbesondere bei Urlaubsreisen.

Euro

Die Einführung des Euro ist eine Erfolgsgeschichte. Gerade Deutschland als Exportnation -mitten in Europa- hat weit überdurchschnittlich von der Einführung des Euro profitiert. Ich persönlich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich bereits in Brüssel und Straßburg beruflich tätig war und vier Geldbörsen für Geld aus Holland, Belgien, Frankreich und Deutschland haben musste. Das war sehr unpraktisch.

Europa als Chance

Uns geht es in Deutschland und besonders hier in der Grenzregion zu den Niederlanden sehr gut – gerade im europäischen Vergleich. Wir haben höchste Beschäftigungsquoten und die geringste Jugendarbeitslosigkeit. Wir haben ein großes Demografie-Problem und Fachkräftemangel. Firmen aus unserer Region stellen Europäer aus Holland, Spanien, Portugal, Griechenland, Polen, Ungarn und Rumänien ein. Europa bietet neue Lösungen für unsere lokalen Probleme. Ich möchte, dass wir noch stärker europäisch denken und die Chancen, die Europa bietet, nutzen.

Gemeinsacht und Globalisierung

Wir sind eine starke Gemeinschaft von 500 Mio. Menschen. Die Weltbevölkerung steigt zum Ende des Jahrhunderts auf ca. 9 Mrd. Menschen. Wir leisten uns mehr als 50 % der weltweiten Sozialleistungen unser Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung liegt bei knapp 25 %, Tendenz sinkend. Es ist doch völlig klar: Wir werden die globalen Herausforderungen nur erfolgreich meistern, wenn wir als Europa gemeinsam arbeiten. Jeder einzelne der 28 Mitgliedsstaaten der EU ist allein auf sich gestellt zum Scheitern verurteilt. Diese Erkenntnis verpflichtet uns, das einmalige Friedensprojekt Europa verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Für uns ins Europaparlament

Noch vor ein paar Monaten war der 42-Jährige aus Sögel ein politisch völlig unbeschriebenes Blatt. Jetzt hat der dreifache Familienvater gute Chancen, das politische Erbe seines Parteifreundes, des ehemaligen EU-Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering, anzutreten, der die Region mehr als drei Jahrzehnte im Europaparlament vertreten hat. „Ich darf ihn jederzeit anrufen und um Rat bitten“, freut sich Gieseke über die politische Unterstützung des Polit-Profis, der selbst nicht mehr zur Wahl angetreten ist.
Dieses gute Miteinander zwischen den beiden ist keineswegs selbstverständlich. Denn auf dem Weg zur Kandidatur hatte sich Senkrechtstarter Gieseke parteiintern gegen Pötterings Sohn Benedict durchgesetzt. Die Freude war bei den emsländischen CDU-Verbänden groß. Erstmals in der Geschichte der Partei hat jetzt ein Emsländer die Chance, niedersächsische Interessen in Straßburg und Brüssel zu vertreten.
Ende vergangenen Jahres erstritt sich Gieseke in einer Kampfabstimmung auf dem CDU-Landesdelegiertenparteitag sogar den aussichtsreichen Platz vier der Landesliste. Trotzdem muss er zwischenzeitlich um den Einzug zittern. Nachdem nämlich das Bundesverfassungsgericht im Februar die Drei-Prozent-Hürde für Parteien bei der Europawahl für verfassungswidrig erklärt hatte, ist der zunächst noch als sicher gewertete Platz mit einem Fragezeichen versehen. „Ein gutes Ergebnis für die CDU und ein gutes Ergebnis für mich in der Region – dann klappt das“, gibt sich Gieseke siegessicher. „Europa steht für Freiheit, Sicherheit und Wohlstand“, betont der EU-Kandidat in seinen Wahlkampfreden. Dass das Parlament oft auf den Streit um die Normierung von Gurken und Olivenölkännchen reduziert werde, ärgert den Polit-Neuling.

Sollte es Gieseke ins Parlament schaffen, wird ihm das Umfeld nicht fremd sein. Von 2001 bis 2005 arbeitete der gelernte Jurist als parlamentarischer Assistent im EU-Parlament. Seither ist er für die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen tätig. Er leitet das EU-Verbindungsbüro in Brüssel.

Quelle: Meppener Tagespost vom 20.05.2014 S.3 – “Einblicke”

Infobesuch bei Firmengruppe Hänsch in Herzlake

zud Herzlake. Blaue und gelbe Lichter und Warnhinweise mit der Aufschrift „Stopp Polizei“: Es leuchtet und blinkt im Infocenter der Firmengruppe Hänsch Holding in Herzlake. Hier präsentiert die Firma eine Auswahl ihrer Produktpalette.
Der CDU-Gemeindeverband Herzlake hat sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreisverbandes der Jungen Union in Meppen, Arne Fillies, dem Kandidaten für das Europarlament, Jens Gieseke, sowie dem Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters in Herzlake, Hans Bösken, bei einem Infobesuch über die Produkte der Firma informiert. Neben dem neuesten Modell der Sondersignalanlagen für Rettungsdienste und Polizei konnten die Besucher auch Bedienelemente, mit denen beispielsweise die Polizei die Sondersignalanlagen von ihrem Auto aus bedient, bestaunen. Mit dem Modell der Sondersignalanlagen gewann die Firma im Jahr 2013 den renommierten Red Dot Design Award.
Hänsch stellt seit 1984 optische und akustische Warnsysteme sowie Signaltechniken für Fahrzeuge von Rettungsdiensten, Feuerwehren, Polizei und Flughäfen her. Dieses Jahr feiert die Firma ihr 30-jähriges Jubiläum. „Am Standort Herzlake arbeiten derzeit 180 Mitarbeiter“, berichtete der Geschäftsführer, Michael Myohl. Hänsch beliefert Automobilhersteller sowie Fahrzeugausrüster und Aufbauhersteller mit ihren Warnsystemen.

Nach eigenen Angaben gehört die Firma europaweit zu den Marktführern auf diesem Gebiet. Auch individuelle Produkte der Warntechnik, beispielsweise für Sonderschutz- und Militärfahrzeuge, fertigt die Firma an. Mittlerweile bietet Hänsch ihren Kunden über 1000 Produkte.

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Begutachten die Sondersignalanlagen der Firma Hänsch: Arne Fillis, Bernd Duisen (Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Herzlake), Michael Myohl, Jens Gieseke und Hans Bösken. Foto: Olga Zudilin

Quelle: Meppener Tagespost vom 20.05.2014

Aktives Friedensprojekt für Europa

Oberlangen. Im Samtgemeindegebiet Lathen waren in der Zeit von etwa 1933 bis 1945 zwei Emslandlager vorhanden, darunter das Lager VI in Oberlangen, gelegen in Oberlangen-Moor. Die Gedenkstätte Esterwegen als europäischer Gedenkort dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte der 15 während der nationalsozialistischen Herrschaft errichteten Lager.

Seit Jahren laufen insbesondere innerhalb der Gemeinde Oberlangen Bestrebungen, auch vor Ort diesem Teil der Geschichte zu gedenken. Nunmehr wird seitens der Samtgemeinde Lathen in Oberlangen-Moor auf einem Reststück der ehemaligen Lagerfläche ein Gedenkpavillon errichtet. In diesem Gedenkpavillon sollen Bilder und Beschreibungen ausgestellt werden, um an die Geschichte Oberlangens zu erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auf dem verbliebenen Gelände die letzten steinernen Zeugen des Lagers VI, das ehemalige „Wasserwerk“, erhalten und die Teilfläche möglichst in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Finanziert wird dieses Projekt durch LEADER-Mittel im W.E.R.O.-Verbund, den Landkreis Emsland und die Samtgemeinde Lathen.

Auch Jens Gieseke ist ein Fürsprecher dieses Projektes. „Unser Europa steht für den gemeinsamen Frieden. Durch diese Gedenkstätte wird der Öffentlichkeit veranschaulicht, dass EU-Mittel in regionale Projekte fließen. Auch in Zukunft muss es die Möglichkeit geben, solche Mittel abrufen zu können, um Vorhaben wie diese zu realisieren“, so Gieseke.

Quelle: PM Samtgemeinde Lathen

„Europäische und kommunale Politik verzahnt“

Osterwald/Neuenhaus. Dabei appellierten sie im Dorfgemeinschaftshaus Osterwald eindringlich an Bürger und Mitglieder, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Wahl zum Europäischen Parlament nicht Splittergruppen vom rechten oder linken Rand des Parteienspektrums zu überlassen. Wie eng allein das Land Niedersachsens als Bundesland „mitten in Europa“ mit der EU verbunden sei, machte Gastreferentin Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium in Berlin, deutlich. Sie erinnerte an die 2,7 Milliarden Euro an Fördermitteln, die allein in der Zeit von 2007 bis 2013 nach Niedersachsen geflossen seien. Dabei habe die CDU Wert auf eine Förderung gerade der starken Regionen im Land gelegt und das Geld nicht nach parteipolitischen Gesichtspunkten verteilt.

Die Tierärztin aus dem Raum Hannover wies zudem mit Blick auf die Ereignisse in der Ukraine auf die friedensstiftende Wirkung der europäischen Einigungspolitik in den vergangenen Jahrzehnten hin. Die EU-Staaten bildeten eine Wertegemeinschaft, die für Demokratie und Menschenrechte einstehe und sich nicht auseinander dividieren lasse. Mit der Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel war sich Flachsbarth einig, dass an der „territorialen Integrität“ selbstständiger Staaten wie der Ukraine nicht gerüttelt werden dürfe.

Für die Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament warb auch der regionale CDU-Kandidat Jens Gieseke aus Sögel. Der Emsländer soll die Nachfolge des langjährigen Europa-Abgeordneten Dr. Hans-Gert Pöttering antreten. Der CDU werde es gelingen, eine gute Wahlbeteiligung zu erzielen, zeigte sich Gieseke zuversichtlich. Extremistische Parteien dürften angesichts der Bedeutung der Europapolitik für die Region keine Rolle spielen.

Auch Günter Oldekamp, der Neuenhauser Samtgemeindebürgermeister werden will, sprach von einer wichtigen Wahl für die Samtgemeinde Neuenhaus . Er listete Beispiele für die positive Entwicklung in der Samtgemeinde in den vergangenen Jahren auf und sah in der Wirtschaftsförderung, im Erhalt der kommunalen Infrastruktur sowie in der Konsolidierung der kommunalen Haushalte Aufgaben der nächsten Zukunft. Den Kandidaten versprachen der CDU-Kreisvorsitzende Reinhold Hilbers und der Neuenhauser Vorsitzende Carl-Hendrik Staal „dicken Rückenwind“ der Partei.

Sie eröffneten im Dorfgemeinschaftshaus Osterwald die „heiße“ Wahlkampfphase: (von links) CDU-Europakandidat Jens Gieseke, MdB Maria Flachsbarth, stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und Parlamentarische Staatssekretärin im Berliner Landwirtschaftsministerium, CDU-Kreisvorsitzender und MdL Reinhold Hilbers sowie Günter Oldekamp, CDU-Kandidat für die Neuenhauser Samtgemeindebürgermeisterwahl. Foto: Arne F. Fillies

Quelle: Grafschafter Nachrichten online vom 13.05.2014

CDU-Delegation im Gespräch mit der Emsland-Stärke GmbH

Zusammen mit dem Geschäftsführer der Emsland-Stärke GmbH, Hubert Eilting, und dem Vorsitzenden der Erzeugergemeinschaft, Gebhard Bakker, diskutierten die Politiker insbesondere über die Wettbewerbsbedingungen und -verzerrung in der europäischen (Kartoffel-)Stärkeindustrie.
Für Gieseke stand dabei vor allem die unterschiedliche nationale Umsetzung der europäischen Vorgaben bei der Umstellung des Prämiensystems für Stärkekartoffeln im Mittelpunkt. Die konsequente Umsetzung in Deutschland auf der einen und die zögerliche Umsetzung in vielen EU-Staaten auf der anderen Seite führt zu strukturellen Nachteilen für die hochmoderne Stärkeindustrie hierzulande. „Im vereinten Europa darf es solche Verzerrungen nicht geben“, so der Europakandidat. Er werde sich in Brüssel für gleiche Rahmenbedingungen in ganz Europa einsetzen.

Die Emsland-Stärke GmbH sieht sich gleichwohl auf einem guten Weg. Durch Innovations- und Umbaumaßnahmen in der Veredelung sollen die Arbeitsplätze gefestigt und faire Abnahmepreise für die heimischen Landwirte gewährleistet werden. In diesem Zusammenhang betonte Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters die Wichtigkeit des Standortes für die Region: „Für Emlichheim und darüber hinaus ist der Betrieb ein unverzichtbarer Leuchtturm. Er trägt viel zum Erhalt und zur Schaffung neuer attraktiver Arbeitsplätze bei – gerade auch im vor- und nachgelagerten Bereich.“

Als Bindeglied zwischen Europa- und Kommunalpolitik begleiteten die Grafschafter Landtags- und Bundestagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Albert Stegemann das Gespräch.

Foto: CDU-Delegation im Gespräch mit der Emsland-Stärke GmbH (v.l.): Gebhard Bakker, Hubert Eilting, Albert Stegemann, Jens Gieseke, Daniela Kösters, Reinhold Hilbers

Imageprobleme für Landwirte

Der Kreisverband wurde dabei von dem agrarpolitischen Sprecher der niedersächsischen CDU-Fraktion Helmut Dammann-Tamke, MdL, dem CDU-Kandidaten für das Europaparlament, Jens Gieseke, sowie dem CDU-Bürgermeisterkandidaten in der Samtgemeinde Herzlake, Hans Bösken, begleitet.

Der Betrieb Beelmann habe sich laut einer Pressemitteilung des Kreisverbandes neben dem Anbau von Mais und Zuckerrüben auf die Hähnchenmast spezialisiert und betreibe eine Biogasanlage mit einer Leistung von 500 Kilowatt. Die Biogasanlage, die mit Rindergülle der Nachbarbetriebe betrieben werde, versorge auch das Städtische Schwimmbad und ein Alternheim mit Wärme.

Dammann-Tamke berichtete bei der Besichtigung, dass zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen von einem Nachwuchsproblem in den nächsten Jahren betroffen seien. Außerdem griff der agrarpolitische Sprecher den amtierenden Grünen-LandwirtschaftsministerChristian Meyer in seinen Ausführungen scharf an. So warf er Meyer vor, er fördere das Sterben der Höfe in Niedersachsen durch seine Politik. Dammann-Tamke sagte, der Minister habe vergessen, dass er „nicht nur die Verantwortung für die Verbraucher, sondern auch für die gesamte Agrar- und Ernährungsbranche trage, an der im vor- und nachgelagerten Bereich 78 000 Vollzeitarbeitseinheiten in Niedersachsen hängen.“

Kritik der Bevölkerung

Im Rahmen der Diskussion mit dem CDU-Kreisvorstand wurde jedoch auch deutlich, dass sich die Landwirtschaft einer zunehmend kritischen Bevölkerung gegenübergestellt sieht. So würden grade die Fragen nach Tierhaltung und Artenvielfalt im Anbau zu Kontroversen führen. Die Bedeutung der Landwirtschaft werde aus der Sicht des Bürgermeisterkandidaten Hans Bösken sogar noch weiter zunehmen. So müssten die Landwirte die große Herausforderung der Zunahme der Weltbevölkerung bis 2050 auf neun Milliarden Menschen stemmen, womit die Welternährung um 70 Prozent gesteigert werden müsse, erklärte der Bürgermeisterkandidat. Der von der CDU Osnabrück/Emsland für das Europaparlament nominierte Kandidat, Jens Gieseke, stellte heraus, dass die aktuelle Landwirtschaftspolitik „die Zukunftsfähigkeit unseres Landes aufs Spiel setze“. Gerade im Emsland gebe es unternehmerische und mutige Landwirte, die immer schon gut investiert hätten und so maßgeblich mit für die gute wirtschaftliche Lage des Emslandes verantwortlich seien. Gieseke kritisierte, dass der Beruf des Landwirts auch durch die Einteilung der Landwirte in „gute und böse Landwirte“ durch Landwirtschaftsminister Meyer ein Imageproblem bekomme.

Mehr Zusammenarbeit

Der Europakandidat stellte heraus, dass Landwirtschaft heute schon gar nicht mehr ohne Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland auskomme. Gieseke warnte davor, die EU aufgrund von Vorgaben für eine schlechte Landwirtschaftspolitik verantwortlich zu machen. So stellte er klar, dass zwar viele Vorgaben aus Brüssel kämen, die konkrete Umsetzung jedoch in Hannover erfolge. Er warb für eine intensivere Zusammenarbeit der verschiedenen politischen Ebenen.

Gieseke erklärte, sich im Falle einer Wahl zum Europaparlamentsabgeordneten für die wesentlichen Dinge in Europa einsetzen zu wollen. Es sei wichtig, dass Europa sich nicht in Bürokratie verrenne.

Quelle: PM CDU KV Meppen / Arne F. Fillies – Abgedruckt in der Meppener Tagespost vom 07.04.2014
http://www.noz.de/lokales/haseluenne/artikel/472584/cdu-meppen-besichtigt-betrieb-beelmann

Viele Europäer im Emsland auf Arbeitssuche

v.l.n.r. Jens Gieseke, Bernd-Carsten Hiebing MdL, Hans-Gert Pöttering, Heinz Rolfes MdL

Der sichtlich gerührte 68-jährige EU-Abgeordnete hielt vor seinen Parteikollegen zuvor noch einmal eine flammende und begeisternde Rede für eine „Wertegemeinschaft der Europäischen Union, die in der Welt einzigartig ist“. Dabei sei der Wandel nicht durch Panzer, sondern durch das Bewusstsein der Menschen für Freiheit und Demokratie entstanden. Die EU sei eine große Familie. „Wir schließen niemanden aus, wenn er Probleme hat wie gerade Griechenland, Spanien oder Portugal. „Er erinnerte daran, dass vor gerade einmal zehn Jahre Deutschland selbst noch „das Krankenkind Europas“ war.

Als CDU-Emslandvorsitzender wies Bernd-Carsten Hiebing darauf hin, dass der 42-jährige Jurist Jens Gieseke aus Sögel auf Platz vier der CDU-Landesliste steht und für die Region Emsland-Osnabrück in die großen Fußstapfen von Pöttering treten soll. Man hoffe, dass der Listenplatz den Sprung ins EU-Parlament ermöglicht. Vorgänger Pöttering habe sich vor 35 Jahren ebenfalls mit diesem Listenplatz begnügen müssen.

Gieseke  selbst appellierte an die Christdemokraten, eine neue Willkommenskultur für unsere europäischen Nachbarn im Emsland vorzuleben. Über fünf Millionen junge Menschen in den 28 EU-Staaten seien auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. In Sögel hofften 30 junge Spanier, eine „berufliche Perspektive“ zu finden. Dies sei eine große Chance, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Gieseke erinnerte daran, dass das Emsland es vor 20 Jahren geschafft habe, über 20 000 Russlanddeutsche zu integrieren. Sie seien heute eine wichtige Stütze für die erfolgreiche Wirtschaft, und dies bei einer Arbeitslosenquote von drei Prozent. Auch im Sögeler Schlachthof arbeiteten über 1000 Beschäftigte, die vorwiegend aus osteuropäischen Ländern stammten. Auch die gelte es zu integrieren. Immer mehr kämen mit der ganzen Familie ins Emsland. Schon heute besuchten 30 Mädchen und Jungen aus Polen, Bulgarien und Rumänen Sögeler Kindertagesstätten.

Auch bei der Firma Enercon mit den Werken in Aurich und dem neuen Rotorblattwerk im Eurohafen im Emsland arbeiteten insgesamt rund 80 Portugiesen, ergänzte der dreifache Familienvater. „Europa bietet besonders dem Emsland neue Lösungsmöglichkeiten“, so Gieseke. Nach seinen Angaben werden sich die „EU-Förderhorizonte“, stark verändern. Die Akzentuierung biete neue Chancen für die innovative emsländische Wirtschaft. In Kooperation mit der Hochschule Lingen-Osnabrück könnten EU-Gelder in die Region fließen.

Sowohl Landrat Reinhard Winter als auch der Meppener Bürgermeister Jan Erik Bohling sagten, dass in den vergangenen Jahren auch dank der Unterstützung von Pöttering „Millionenbeträge“ aus Brüssel in emsländische Projekte geflossen sind. „Das Emsland hat Europa viel zu verdanken“, sagte Winter.

Auch der Emslandplan sei später mit Mitteln der EU untermauert worden. Als weitere Bereiche nannte er den Eurohafen Meppen-Haren sowie den Naturpark Bourtanger Moor. Bohling wies auf den Hochwasserschutz an Ems und Hase sowie den Stadtumbau oder die Dorferneuerung hin. „Europa lebt auch in Meppen“, lautete sein Credo.

Quelle: Meppener Tagespost vom 07.04.2014

http://www.noz.de/lokales/meppen/artikel/472580/viele-europaer-im-emsland-auf-arbeitssuche